1. NÖ Landesstrahlenschutzleistungsbewerb in Silber

Am 27. November 2010 fand in der NÖ Landes - Feuerwehrschule in Tulln der 1. NÖ Landesstrahlenschutzleistungsbewerb um das Strahlenschutzleistungsabzeichen in Silber statt. Bei diesem ehrwürdigen Ereignis nahmen die Feuerwehrkameraden BM Georg Keinrath der FF Weinpolz, sowie OBM Christian Schulmeister der FF Sallingberg, teil.

Dieser Bewerb bildet den vorläufigen Abschluss einer mehrjährigen Ausbildung im Bereich des Strahlenschutzes. In dieser Zeit wurden dem Strahlenspürer die nötigen Kenntnisse und praktische Fähigkeiten vermittelt, um in der Lage zu sein, im Falle einer radiologischen Notstandssituation, den Einsatz einer Strahlenschutzgruppe zu leiten.

Der Bewerb um das Strahlenschutzleistungsabzeichen in Silber gliederte sich in 5 Teilwertungsstationen. Hierbei durfte der angehende Strahlenschutzbewerter OLM Paul Schulmeister der FF Sallingberg erstmals als Hilfsbewerter fungieren. Nach erfolgreicher Absolvierung dieser Stationen konnte bei der vorgenommenen Siegerverkündung, durchgeführt durch den Präsidenten des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, LBD KR Josef Buchta, BM Georg Keinrath als Landessieger gefeiert werden. OBM Christian Schulmeister erreichte ebenfalls eine ausgezeichnete Platzierung im Mittelfeld. Beiden Kameraden konnte durch den Bewerbsleiter OBR Ing. Siegfried Hörschläger des OÖ Landesfeuerwehrverbandes, sowie durch LBD KR Josef Buchta  das begehrte Strahlenschutzleistungsabzeichen in Silber überreicht werden.

Hier ein kurzer Überblick der 5 absolvierten Teilwertungsstationen: 

Station 1:
Der Bewerber war mit der Leitung eines Einsatzes nach einem Brand in einem Radionuklidlabor (Isotopenlabor) betraut. Die Planung situationsgemäßer Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Spüreinsatz wurde gefordert. 

Station 2:
Bei dieser Station wurde der Einsatz, sowie die Führung von Strahlenspürtrupps nach Absturz eines nuklear betriebenen Satelliten simuliert. Überlegungen zum Einsatz der einzelnen Strahlenspürtrupps bzw. das Führen der aktuellen Lagekarte standen im Vordergrund.

Station 3:
Nach einem Transportunfall mit radioaktiven Stoffen mussten Sofortmaßnahmen zur Schadensbegrenzung und -behebung getroffen werden. Durchführbarkeitsüberlegungen für Bergungsfahrten unter Berücksichtigung von Dosisbeschränkungen für das Transportpersonal wurden errechnet.

Station 4:
Um einzelne Strahlenmessergebnisse bzw. Grenzwerte nach einer simulierten Kontamination (Verunreinigung) durch einen Nuklearunfall bestimmen zu können, wurden Umrechnungen nach erfolgten Messungen vergleichbarer Proben, durchgeführt.

Station 5: 
Bei dieser Station wurden die theoretischen Kenntnisse aus dem Themenbereich des Strahlen- und Katastrophenschutzes in Form von Fragen abgefragt.

Feuerwehrfest 17. - 19. April 2026