Am 03. Oktober 2009 fand am Truppenübungsplatz in Allentsteig die diesjährige Landesübung des Sonderdienstes Strahlenschutz des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes statt. Von der Strahlenschutzgruppe Zwettl nahmen unter anderem OLM Paul Schulmeister (Gruppenkommandantstellvertreter) und OBM Christian Schulmeister an der Übung teil. Die Übung selbst wurde von der Strahlenschutzgruppe des Bezirkes Zwettl organisiert, wobei fünf anspruchsvolle Stationen für die Strahlenspürer aufgebaut wurden.
Station 1: Kontaminationsüberprüfung von Personal und Fahrzeugen des Rettungsdienstes
Die Übungsannahme war ein Unfall mit potentiell kontaminierten Personen, welche bereits von der Rettung versorgt worden sind. Hier galt es, nachträglich das Sanitätsfahrzeug und die beteiligten Rettungskräfte auf radioaktive Verunreinigungen zu überprüfen.
Station 2: Versandstückkontrolle eines ADR – Transporters
Ein ADR – Transporter mit verschiedenen Transportbehältern für radioaktive Stoffe, welche unzureichend gesichert waren, war die Schadenslage der zweiten Station. Schwerpunkte waren das Kennen lernen der Begleitpapiere, der Kennzeichnungen der Behälter sowie der anwendbaren Einsatztaktik.
Station 3: Menschenrettung nach Flugunfall
Der Brandübungsplatz der Bundesheer-Flughafenfeuerwehren bot eine spektakuläre Lagedarstellung. So war die Strahlenquelle in einem Saab Draken untergebracht, wobei eine dementsprechende Absicherung durchgeführt werden musste. Zusätzlich wurde berechnet, wie hoch die Strahlenbelastung für Einsatzkräfte sein würde, wenn diese eine Menschenrettung durchführen müssten.
Station 4: Probenahme, Kontaminationsüberprüfung unter Schutzstufe
Die Probenahme mit Schutzanzug wurde ebenfalls praktiziert, wobei sehr hoher Wert auf das sorgfältige Anlegen sowie das richtige Ablegen des Schutzanzuges gelegt wurde. Die Kontamination wurde mittels einer Paste simuliert, welche nur unter UV-Licht sichtbar wurde. Die Proben wurden von den Übungsteilnehmern zwar vorsichtig entnommen, danach zeigte sich jedoch, an welchen Stellen man sich unabsichtlich kontaminiert hatte. Anschließend wurde der Schutzanzug mit Hilfe weiterer Kameraden ausgezogen und geprüft, ob man nun frei jedweder Verunreinigung ist, oder ob sich auch die Hilfskräfte kontaminiert hatten.
Station 5: Auffinden von Strahlenquellen mittels Messgeräten, GPS und anderen Hilfsmitteln
Ein Strahlenmessgerät wurde an ein GPS angeschlossen, wobei seine Messwerte an dieses übertragen und den Wegpunkten bzw. Tracks beigefügt wurde. Mit einem damit ausgestatteten Fahrzeug wurde eine vorgegebene Strecke abgefahren und laufende Messungen durchgeführt. Stellen mit erhöhter Strahlenbelastung wurden am GPS markiert und im Anschluss an die Übung in ein Notebook übertragen. So konnte auf einer digitalen Karte die Strahlenbelastung anschaulich dokumentiert werden.