Landesübung mit radioaktiven Stoffen

„Darkness 2012“ – in Folge von massiven Stromnetzüberlastungen kommt es zu einem Ausfall der Stromversorgung im Bereich Schwechat. Gleichzeitig kommt es zu einem Unfall in einem Kernkraftwerk mit Freisetzung radioaktiver Stoffe. Die Interventionspläne der Behörden treten in Kraft – so die Übungsannahme der diesjährigen Landesübung des Sonderdienstes Strahlenschutz.

Am 13. Oktober nahm die Strahlenschutzgruppe 22 unter der Leitung von Gruppenkommandant LM Werner Sinhuber und den Mitgliedern FM Christian Domenic (beide FF Zwettl Stadt), VM Herbert Langer (FF Großglobnitz), LM Joachim Jeitler (FF Großgöttfritz), OLM Wolfgang Gutmann (FF Göpfritz/Wild) und HBM Christian Schulmeister (FF Sallingberg) bei der jährlichen Landesstrahlenschutzübung in Schwechat, teil.

Nach erfolgter Begrüßung durch den Kommandanten des Sonderdienstes Strahlenschutz, BR Wolfgang Aspek, im Feuerwehrhaus Schwechat, begann der vielseitige Übungsablauf. Bei den einzelnen Übungsstationen, welche über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, wurden verschiedenste Einsatzszenario beübt.

Übungsstation 1:
Nach einem Kellerbrand in einer Firma wird eine radioaktive Kontamination der Lüftungsanlage vermutet, da die für die Materialprüfungen verwendeten Strahlenquellen auf Grund der enormen Brandeinwirkung geschmolzen bzw. verdampft waren. Aufgabe der Gruppe war es, die Lüftungsanlage auf radioaktive Kontamination zu kontrollieren und bei dessen Vorliegen einen Wischtest durchzuführen.

Übungsstation 2:
Die beim Kellerbrand der Station 1 geborgenen Gegenstände bzw. Geräte wurden gesammelt und auf eine eventuelle radioaktive Kontamination überprüft. Erst nach erfolgter Freimessung konnten die Gegenstände bzw. Geräte wieder in Verwendung genommen werden.

Übungsstation 3:
Zur besseren Lagebeurteilung mussten bei dieser Station entsprechend dem Alarmplan Proben für eine weitere Untersuchung im Labor genommen werden. Vom Stationsleiter wurden Koordinaten für die  Navigationsgeräte ausgegeben, an welchen eine Bewuchs- bzw. eine Wasserprobe zu entnehmen war.

Übungsstation 4:
Um die Zivilbevölkerung vor radioaktiver Kontamination zu schützen wurde bei dieser Station die Absperrgrenze mit 10μSv/h (mikro Sievert pro Stunde) festgelegt, gemessen und der Strahlenbereich markiert.

Übungsstation 5:
Ein Lenker eines Gefahrenguttransporters der Klasse 7 (Radioaktive Stoffe) musste aufgrund medizinischer Gesundheitsprobleme vom Rettungsdienst notversorgt werden. Im Zuge der Patientenversorgung wurde ein Fass auf der Ladefläche entdeckt, welches mit einem Strahlenwarnzeichen versehen ist.  Diese erkannten aus den Begleitpapieren die Gefahr und ersuchten die Feuerwehr die Ladung laut den Unterlagen zu prüfen.

Übungsstation 6:
Aufgrund eines Stromausfalles kommt es im Keller einer Strahlentherapiestation zu einer unkontrollierten Bestrahlung der Umwelt. Im Zuge der Schadensbehebung wird ein Arbeiter ohnmächtig. Die Aufgabe der Gruppe bestand in der Menschenrettung und einer vorläufigen Abschätzung der aufgenommen Strahlendosis für den Verletzen sowie der Einsatzkräfte.

Die Teilnehmer der Strahlenschutzgruppe Zwettl bedanken sich für eine außergewöhnliche Übung.

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Bericht ORF NÖ

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